Iran: ein neuer Anlauf? / 16. März 2010
aus Wildcat 85
Iran: ein neuer Anlauf?
Die Linke weltweit diskutiert sehr kontrovers über die Mobilisierungen vor und nach den Wahlen im Iran, bringt diese aber selten mit der globalen Krise und der schweren Wirtschafts- und Regierungskrise im Iran in Verbindung. Dabei liegen diese Bezüge auf der Hand. …
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Zende bâd Shourâhâ / 15. Juli 2009
!نه سرمايه! نه رهبران
!شوراهای کارگران
…همهی “رهبران مردم” از رهبر ضد انقلاب اسلامی گرفته تا رهبران رنگی و غيررنگی در تلاش برای دولتی هستند حاکم بر کارگران. در برابر، تنها اين خودِ کارگراناند، که در شوراهای خويش راه را عملا برای محو نظام سرمايهداری میگشايند و زندگیای انسانی را برای همهی بشريت به ارمغان میآورند …
Arbeiter / 1. Juli 2009
دربارهی جنبش کارگران در ايران
مقالاتی به زبانهای ديگر در مورد ايران
به انگليسی
iran United against the Social Earthquake in Iran
به آلمانی
Iran: Geschlossen gegen das soziale Erdbeben
به فرانسوی
Iran : Tous unis contre le séisme social
Krieg und Arbeiter im Iran — Iran: Arbeiteraufstände statt Reformhoffnungen
Die Gegensaetze zwischen Luxemburg und Lenin / 18. August 2007
Paul Mattick, Rätekorrespondenz, Heft 12, September 1935

Rosa Luxemburg und Lenin sind aus der Sozialdemokratie hervorgegangen. Beide spielten in ihr eine bedeutende Rolle; ihre Arbeit beeinflußte nicht nur die russische, polnische und deutsche Arbeiterbewegung, sie war von internationaler Bedeutung. In beiden symbolisierte sich die Oppositionsbewegung zum Revisionismus der Zweiten Internationale. Was beide verband, war der gemeinsame Kampf gegen den Reformismus der Vorkriegszeit und den Chauvinismus der Sozialdemokratie während des Krieges. Aber dieser Kampf war zugleich begleitet von der Auseinandersetzung zwischen Luxemburg und Lenin um den Weg der Revolution, und da sich die Taktik nicht vom Prinzip trennen läßt, letzten Endes ebenfalls eine prinzipielle Auseinandersetzung um Inhalt und Form der neuen Arbeiterbewegung, der Revolution und der Diktatur des Proletariats.

Iran: Geschlossen gegen das soziale Erdbeben / 18. August 2007
Die Abwahl von Rafsandjani und der Wahlsieg von Ahmadinedschad mag für den außenstehenden Beobachter überraschend sein, weil er die wachsende wirtschaftliche und soziale Misere im Land nicht wahrgenommen oder diese nur als Folge der Politik der »Mullahs« und deren ökonomischer Abschottung gegenüber dem Westen betrachtet hatte. Im Iran selber wird die soziale Lage wesentlich explosiver eingeschätzt, sogar von konservativen Intellektuellen. Im Wahlkampf gegen den Milliardär Rafsandjani versprach Ahmadinedschad, die Armen am Ölreichtum teilhaben zu lassen. Will er tatsächlich die Ölrente umverteilen, ein »sozialer Aktionismus wie unter Chavez in Venezuela«? Die höchste Autorität im Iran bleibt allerdings der oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei. Rafsandjani, der Favorit des Westens, behält als Vorsitzender des mächtigen »Rates zur Feststellung der Staatsräson« weiterhin großen politischen Einfluss. Aber mit Ahmadinedschad haben die Machthaber im Iran jetzt einen ergebenen Angestellten als Präsidenten. So wird das Regieren effektiver funktionieren und »auch für den Westen wohl eher berechenbar sein als die ewig blockierte Republik der letzten Jahre«, wie ein ARD-Korrespondent nach der Wahl zu berichten wusste.
